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Tief.
Der Abgrund.
Dunkel und düster.
Ich sehe keine Hoffnung.
Mein Ende.
Es naht.
Aug in Aug mit dem Tod.
Viel zu jung?
Das spielt hier keine Rolle.
Dunkle Schatten umhüllen meinen Körper.
Es fühlt sich gut an.
Diese Stille.
Aber nicht die Einsamkeit.
Nicht die Sehnsucht.
Nach dir.
Du bist nicht da.
Bist weit entfernt.
Ob du an mich denkst?
Wo bist du in diesen Tagen?
Mein Atem wird schwerer und schwerer.
Ich öffne meinen Mund.
Will schreien.
Nach dir.
Für dich.
Von meiner Liebe:
Zu dir.
Für dich.
Doch kein Ton.
Mein Herz.
Die letzte Schläge gelten dir.
Meine Gedanken kreisen.
Sekundenschnell.
Wirst du an mich denken?
In den Armen einer Anderen?
Wirst du mich vergessen?
Mich vermissen?
Du hast ja sie.
Der Tod.
Er ist nahe.
Er sieht mein Leiden.
Er haucht meiner Seele den letzten Geist aus.
Mein Lebenslicht erlischt.
Hat es je gebrannt?
Wenn, dann nur für dich.
Nur für dich!
Tot.
Es fühlt sich gut an.
Endlich frei.
Frei von all den Schmerzen.
Ich blicke hinab.
Auf meinen Körper.
Auf die Flasche.
Auf die Pillenschachtel.
Stolz.
Und gleichzeitig Scham.
Ich habe aufgegeben.
War zu schwach.
Dabei wollte ich immer stark sein.
Ich seh sie vor mir.
Die Schlagzeile.
Selbstmord.
Sie war erst 14.
14 1/2 und ein paar Monate.
Ich lächle.
Ich sehe glücklich aus.
Glücklich und zufrieden.
Endlich.
Ich dachte, ich empfinde es nie.
Das Glück.

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7. Jänner 2007
(c) Mary
geschrieben nach der wohl größten Enttäuschung überhaupt